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eFocus Education Februar 2013

Klaus HauptEU-Programm-Management hinter den Kulissen

Kooperation mit Partnern außerhalb der EU

Auch wenn die oben vorgestellten Programme von Brüssel aus koordiniert werden, erfordern sie aufgrund ihrer globalen Tragweite eine enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Nicht-EU-Ländern. Die EU-Delegationen fungieren hierbei als Beobachter und Sprachrohr der EU in der Zusammenarbeit mit den Behörden und Menschen in den Gastländern. Einigen Verbänden kommt bei der Förderung und Vertretung von EU-Programmen in der ganzen Welt eine entscheidende Rolle zu

Klaus Haupt, Leiter des Tempus-Programms bei der EACEA, erläutert die Zusammenarbeit seines Teams mit den nationalen Tempus-Büros.

EU Delegationen

Eine Abschiedsveranstaltung für Erasmus Mundus-Studierende von der EU-Delegation in Jakarta
Eine Abschiedsveranstaltung für Erasmus Mundus-Studierende von der EU-Delegation in Jakarta

Die in etwa 130 Ländern der Welt vertretenen EU-Delegationen fungieren hierbei als Beobachter und Sprachrohr der EU in der Zusammenarbeit mit den Behörden und Menschen in den Gastländern.

Ihnen kommt bei der Förderung von EU-Programmen eine wichtige Rolle zu. Im Rahmen der Hochschulprogramme informieren sie Universitäten und Studierendeüber die Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen.  Sie beraten zudem die Kommission und die Agentur in Brüssel über die Eignung von Universitäten außerhalb der EU für die Teilnahme an Projekten zu bestimmten Programmen.

Viele Delegationen organisieren Sondertreffen, auf denen sie ausgewählte Erasmus Mundus-Studierende informieren, die nach Europa kommen. Bei diesen Treffen können sich die Studierendenvor der Abreise bei ehemaligen Erasmus Mundus-Studierenden über ihre Erfahrungen im Studium und täglichen Leben in Europa informieren – vom Kulturschock bis zu Hochschulstrukturen.

Nationale Tempus-Büros

Klaus Haupt, Referatsleiter des Tempus-Programms, erläutert die Zusammenarbeit seines Teams mit den nationalen Tempus-Büros.

Was sind nationale Tempus-Büros?
Nationale Tempus-Büros (NTBs) bestehen je nach Größe des Partnerlands aus einer auf diese Aufgabe spezialisierten Person oder einem Team. Diese Personen werden von der EU-Delegation in enger Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium des jeweiligen Landes ernannt.

NTB-Konferenz im September 2010 NTB-Konferenz im September 2010

Welche Aufgaben haben sie?
Sie leisten bei Projekten vor Ort praktische Unterstützung. Ist eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen erfolgt, machen sie das Programm mit Hilfe von nationalen Informationstagen und Informationskampagnen bekannt. Über ihre Netze unterstützen sie Institutionen auf ihrer Suche nach Projektpartnern im Ausland. Aufgrund ihres fundierten Wissens über die Bildungseinrichtungen und die Bildungspolitik ihres Landes werden sie während des Auswahlprozesses regelmäßig zu den eingegangenen Bewerbungen befragt. NTBs überwachen Projekte mindestens zweimal während ihrer Laufzeit und unterbreiten Vorschläge zur Verbesserung von Effizienz und Effektivität. Sie sind sogar an der Organisation von Konferenzen und Seminaren beteiligt, bei denen sie über die Ergebnisse der in ihren Ländern durchgeführten Tempus-Studien informieren.

Sind sie überhaupt notwendig? Könnten diese Aufgaben nicht auch von der EACEA übernommen werden?
NTBs sind für uns sehr wichtig. In vielen Partnerländern sind zwischenmenschliche Beziehungen entscheidend. NTBs können mit ihrem fundierten Wissen zur EU-Bildungspolitik vor Ort für das Programm eine Vermittlerrolle übernehmen und es in die lokalen Gegebenheiten einordnen. Bei der Schwerpunktlegung des Programms arbeiten sie eng mit dem zuständigen Ministerium und den EU-Delegationen zusammen, damit diese Schwerpunkte beibehalten werden. Viele arbeiten schon seit mehreren Jahren für das Programm und genießen dank ihres Engagements und ihres Einsatzes ein hohes Vertrauen bei ihren Partnern.

Wie werden sie finanziert?
NTBs arbeiten äußerst kosteneffizient: die Kosten zur Aufrechterhaltung des Netzes betragen weniger als 1 % des Tempus-Budgets.

Verbände für europäische Integrationsstudien (ECSAs)

ECSADie Verbände für europäische Integrationsstudien (ECSAs) sind Partner des Jean Monnet-Programms in vielen Ländern weltweit. Es handelt sich um eine Dachorganisation von über fünfzig nationalen Verbänden. Sie besteht aus Akademikern mit dem Schwerpunkt Europäische Integrationsstudien. Ihre Mitglieder beteiligen sich an internationalen Forschungsprogrammen, bieten technische Unterstützung und organisieren Konferenzen. Ihre Ziele sind die Förderung von Wissenschaft und Lehre auf hohem Niveau, der interuniversitären Zusammenarbeit und die Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf ihre Aktivitäten und Ressourcen.

Alumni- und Studierendenvereinigungen

Die Erasmus Mundus Alumni & Students Association (EMA) war ursprünglich als Netzwerk, Ideenplattform und Treffpunkt für Studierende und Alumni zur Schaffung neuer Initiativen konzipiert. Nach wie vor werden ihre Mitglieder über die Website, eine Zeitschrift und spezifische Informationen über die Qualität von Studiengängen auf dem Wege verschiedener Netzwerke informiert.

Auch für Nicht-Mitglieder spielt die EMA bei der Bekanntmachung und der Öffentlichkeitsarbeit von Erasmus Mundus eine große Rolle, sei es auf dem Wege der Regions- und Landesreferate oder der Teilnahme an Bildungsmessen.

OCEANS hat eine ähnliche Aufgabe in Bezug auf die EU-Programme im Hochschulbereich und ist für die Kooperation mit vielen Industrieländern zuständig: Australien, Kanada, Japan, Neuseeland, Südkorea und die USA.

EMA-Alumni auf einer Hochschulmesse in Brasilien

EMA-Alumni auf einer Hochschulmesse in Brasilien


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Zuletzt aktualisiert: 21/02/2013  Drucken | Seitenanfang