EACEA
Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur

Service tools

Navigation path

  •  Drucken

Vorrangige Themen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“

In diesem Programm erhalten bestimmte Themen Vorrang, die für die Entwicklung einer aktiven europäischen Bürgerschaft von besonderer Bedeutung sind. Die Festlegung von Themenkreisen wird auch Synergien zwischen Projekten fördern, die sich mit dem gleichen Thema befassen, und eine größere Öffentlichkeitswirkung und Schlagkraft der unterstützten Aktivitäten sowie des Programms allgemein sicherstellen. Die Antragsteller werden ersucht, in ihren Projekten eines oder mehrere dieser vorrangigen Themen anzusprechen. Das Programm bleibt jedoch offen für innovative Bottom-up-Projekte, die sich nicht mit diesen vorrangigen Themen befassen.

Einige dieser Themen werden während der gesamten Programmdauer von Bedeutung sein und somit zu den ständigen Themen gehören. Die Herangehensweise an diese Themen wird jedoch von spezifischen Ereignissen oder Entwicklungen abhängig sein. Daher kann eine ständige Priorität auch auf Aspekte hinweisen, die eines Tages an Bedeutung gewinnen werden.
Zur Berücksichtigung neuer oder sehr spezifischer Themen auf der europäischen Agenda können jährliche Prioritäten mit Relevanz für dieses Programm und mit zeitlicher Befristung festgelegt werden.

Ständige Themen

Zu den vorrangigen Themen dieses Programms gehören:

Zukunft der Europäischen Union und ihre Grundwerte
Die wichtigen und raschen Veränderungen der Europäischen Union machen es notwendig, Bürger/innen und Organisationen der Zivilgesellschaft in gründliche und langfristige Überlegungen über die Zukunft Europas einzubeziehen. Dies wurde im Jahr 2005 von den Staats- und Regierungschefs erkannt, die nach Aussetzung des Ratifizierungsprozesses der Verfassung eine Denkpause über die Zukunft Europas vereinbarten. Im Einklang mit dieser Überlegung schlug die Kommission Plan D zur Stärkung des Dialogs, der Debatte und der Demokratie in Europa vor. Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ stellt ein wichtiges Instrument in diesem Zusammenhang dar. Beispielsweise könnte es einen strukturierten Dialog in der Gesellschaft im Hinblick auf „die Förderung eines Verständnisses für die gemeinsame Verantwortung für die Europäischen Union“, wie es in den Programmzielen heißt, in Gang setzen.

Die Vision für die Zukunft der Europäischen Union ist definitionsgemäß mit ihren Grundwerten verknüpft. Diese ständige Priorität umfasst somit auch den Dialog sowie Aktionen, die im Zusammenhang mit Grundwerten wie Menschenrechten, Toleranz, Solidarität und Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stehen.

Dieses ständige Thema wird von den Entwicklungen im europäischen Integrationsprozess genährt.

  • 50. Jahrestag der Römischen Verträge
    Der am 25. März 1957 unterzeichnete Vertrag von Rom war der wichtigste Meilenstein im europäischen Integrationsprozess. Der 50. Jahrestag wird während des gesamten Jahres 2007 auf der europäischen Agenda stehen. Projekte, die diesen Meilenstein der Geschichte feiern und sich mit den Auswirkungen auf das europäische Aufbauwerk befassen, werden im Jahr 2007 vorrangig behandelt.
     
  • Feierlichkeiten am 9. Mai - Europatag
    Um den Aufbau Europas bekannter zu machen, wird dieses Programm Aktionen unterstützen und anregen, die Bürger/innen an den Feierlichkeiten am 9. Mai (Europatag) beteiligen und dadurch zur Herausbildung einer europäischen Identität beitragen. Dieser Tag sollte zu einer „regelmäßigen Verabredung“ zwischen der Europäischen Union und ihren Bürgern werden.
     

Aktive europäische Bürgerschaft: Beteiligung und Demokratie in Europa
Das Konzept einer „aktiven europäischen Bürgerschaft“ steht bei diesem Programm im Mittelpunkt. Es sind weitere Überlegungen zu diesem Konzept einer aktiven europäischen Bürgerschaft und die Entwicklung maßgeschneiderter Instrumente und Modelle für eine aktive Bürgerbeteiligung am Aufbau Europas auf allen Ebenen notwendig. Daher sind Themen wie aktive europäische Bürgerschaft, Beteiligung und Demokratie eine ständige Priorität dieses Programms. Diese Themen werden daher im Rahmen von Studien und Überlegungen sowie Projekten behandelt, die Bürger/innen und Organisationen der Zivilgesellschaft einbeziehen.
Interkultureller Dialog

Die schrittweise Erweiterung der Europäischen Union, die gestiegene Mobilität aufgrund des Binnenmarktes sowie alte und neue Wanderungsbewegungen tragen zu einer verstärkten Interaktion zwischen europäischen Bürgern bei. Folglich sollten sie ihr Potenzial in einer stärker solidarisch geprägten Gesellschaft entfalten können. Die Förderung der Beteiligung eines jeden Bürgers am interkulturellen Dialog durch die strukturierte Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft ist eine grundlegende Voraussetzung für die Schaffung einer europäischen Identität und die Ausgestaltung verschiedener Aspekte der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Europäische Bürger sollten sich der Bedeutung der Entwicklung einer aktiven europäischen Bürgerschaft bewusst werden, die sich weltoffen gibt, die kulturelle Vielfalt achtet und auf den gemeinsamen Werten der Europäischen Union beruht.
 

Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs 2008
2008 ist das europäische Jahr des interkulturellen Dialogs. Zur Erzielung einer maximalen Wirkung müssen alle einschlägigen Programme bereits im Jahr 2007 auf diese Initiative ausgerichtet werden, damit deren Ergebnisse im Jahr 2008 umfassend genutzt werden können. Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ spielt eine besondere Rolle für den interkulturellen Austausch.
 

Wohlbefinden der Menschen in Europa: Beschäftigung, sozialer Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung
Die europäischen Gesellschaften unterliegen einem raschen Wandel. Themen wie Globalisierung, Übergang zu einer wissensgestützten Wirtschaft, demografische Entwicklungen, Einwanderung und zunehmende Individualisierung stellen immer wiederkehrende Herausforderungen dar. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Union eine klare Strategie zur Bewältigung dieser Herausforderungen verabschiedet: Die „Lissabonner Agenda“ hat für die EU das Ziel formuliert, Europa zur wettbewerbsfähigsten wissensgestützten Wirtschaft der Welt zu machen.

Im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ werden Aktionen gefördert, die sich mit diesen Themen befassen, eine europäische Sichtweise für die Erfahrungen der Bürger im Alltag vermitteln und darlegen, wie die EU zum Wohlergehen der Bürger in einem sich verändernden Umfeld beitragen kann.
 

Auswirkungen von EU-Politiken auf die Gesellschaften
Das Programm hat zum Ziel, Europa seinen Bürgern näher zu bringen. Ein sehr wichtiger Aspekt dieser Initiative konzentriert sich darauf, die Ergebnisse, die durch europäische Politiken und Maßnahmen in verschiedenen Politikbereichen erzielt werden, stärker in das Bewusstsein der Bürger zu rücken.

Organisationen, die sich auf eine europaweit hohe Mitgliederzahl stützen und sich auf spezifische Themen konzentrieren, gehören zu den Interessengruppen dieses Programms. Sie verfügen über gute Voraussetzungen, ihre Mitglieder und Zielgruppen in Projekte oder Überlegungen über die konkreten Auswirkungen von EU-Politiken in ihren jeweiligen Interessengebieten einzubeziehen. Das Programm sollte daher Aktionen fördern, die Bürgern die Möglichkeit bieten, diese Errungenschaften zu erkennen, zu erörtern, zu beurteilen und sich eine Meinung darüber zu bilden.

Jährliche Prioritäten

Prioritäten des Programms für das Jahr 2013:

Die vorrangigen Themen des Programms für 2013 werden sich auf die Beiträge zu den Zielen des europäischen Jahres der Bürgerinnen und Bürger konzentrieren:

  • Sensibilisierung der Werte und Rechte der Bürgerinnen und Bürger der Union und der EU-Möglichkeiten;
  • Steigerung der Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger am demokratischen Leben der EU.

Das Programm wird so die Förderung der europäischen Bürgerschaft und Demokratie unterstützen, dies beinhaltet einerseits die Entwicklung des Verständnisses der EU, seiner Werte und seines Beitrags zum täglichen Leben der Bürgerinnen und Bürger und andererseits die Anregung der Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Rolle im demokratischen Leben der EU einzunehmen. Jede Aktion im Rahmen dieses Arbeitsprogramms muss die Rechte und Prinzipien, die in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankert sind, respektieren und im Einklang mit ihnen sein.

Vorrangiges Thema 1 –die EU: Werte, Rechte und Möglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger

2013 sollten daher weitere Anstrengungen zur Bewusstseinsbildung, Reflexion und Debatte über die Bedeutung und die Auswirkungen der EU-Politik auf den Alltag der Bürgerinnen und Bürger und zur Beseitigung der noch verbleibenden Hindernisse unternommen werden, mit denen Unionsbürger nach wie vor konfrontiert sind.
Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ ist diesbezüglich ein wichtiges Instrument, das einen wertvollen Beitrag leisten kann zur Steigerung des Bewusstseins, zum Verständnis und zum Genuss der Wert, Rechte und Chancen die durch die EU erstanden sind, sowie die Betrachtungen über die Kosten eines nicht-Europa fördern kann und den Erhalt der europäischen Erinnerung unterstützen kann.

Vorrangiges Thema 2 – Die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger ins demokratisches Leben der EU

Das Engagement der Bürger für die Fragen, die die politischen Prioritäten der Europäischen Union darstellen, ist ein Kernelement der Bürgerbeteiligung. Die Verpflichtung von Bürgerinnen und Bürger und ihre Teilnahme sind besonders wichtig, in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld und mit Hinblick auf die zu kommende Wahl des Europäischen Parlaments.

Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ ist ein wertvolles Instrument, um Bürgerinnen und Bürger dazu aufzufordern, ihre Ansicht bezüglich des politischen Programms sowie der von den europäischen Einrichtungen und Organen vorgeschlagenen konkreten Maßnahmen zu teilen und Einfluss darauf zu nehmen, welche Punkte auf die Agenda gesetzt werden („Festlegung der Tagesordnung“) und wie die Agenda weiter ausgestaltet und umgesetzt werden sollte. Dabei sollte ein besonderes Augenmerk auf die Einschätzung der Bürgerinnen und Bürger, betreffend die Bedingungen die eingerichtet werden müssten, um ihren erweiterten Einfluss und Teilnahme bei der Entwicklung einer dauerhaften und inklusiven Wirtschaft zu ermöglichen, sowie auf ihre Ideen zur Art und Weise der Verbesserung des sozialen Zusammenhalts. Die Zivilgesellschaft sollte auch aufgefordert werden zur Entwicklung eines europäischen Raums der Freiheit, Sicherheit und Justiz beizutragen. Die Aktivitäten sollen den Meinungsaustausch mit zuständigen Entscheidungsträgern und die Darlegung der Ergebnisse an die zuständigen Entscheidungsträgern über laufende europäische Politiken und deren Auswirkungen auf die lokale Situationen, sowie auf lokale Themen mit europäischer Dimension erleichtern.

Im Vordergrund der vorrangigen Themen für 2012 stehen zwei breit gefasste Themenblöcke von grundlegender Bedeutung:

  • einerseits die Förderung von europäischer Bürgerschaft und von Demokratie einschließlich der Entwicklung eines Verständnisses der EU, ihrer Werte und des Beitrags, mit dem sie den Alltag der Bürger bereichert;
  • und andererseits das Bemühen, die unmittelbaren und aktuellen Interessen der Bürger in die europäische politische Agenda einfließen zu lassen.

Vorrangiges Thema 1 – Die Bürger und die EU: Werte, demokratisches Leben und institutionelle Fragen

Die aktive Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in den Dialog und in Überlegungen zur EU, zu ihren politischen Zielen und ihren Werten spielt eine maßgebliche Rolle bei der Förderung von Verantwortungsgefühl und einer europäischen Identität bei den Bürgerinnen und Bürgern. Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ ist diesbezüglich ein wichtiges Instrument, das einen wertvollen Beitrag zur Steigerung des Bewusstseins, zum Verständnis und zur Inanspruchnahme der in den EU-Verträgen verankerten Werte und Grundsätze leisten kann.

Der Vertrag stellt die Rolle der EU in der Welt zudem auf eine neue Grundlage und führt wichtige Änderungen bezüglich der Funktionsweise der EU-Organe, der interinstitutionellen Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen den europäischen Organen, den nationalen Parlamenten sowie den Bürgerinnen und Bürgern der EU ein. Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ ist ein wichtiges Medium, das Bürgerinnen und Bürger dazu befähigt, entscheidend am demokratischen Leben der EU mitzuwirken. Insbesondere die Förderung der Bürgerbeteiligung durch Freiwilligenarbeit, die Förderung der Chancengleichheit für alle, der interkulturelle Dialog und der Beitrag zu einer integrativen Gesellschaft sind Fragen von zentraler Bedeutung für eine aktive Bürgerschaft einschließlich in Bezug auf die Teilhabe am politischen Leben.

Vorrangiges Thema 2 – Die Interessen der Bürgerinnen und Bürger und die EU-Politik

Das Engagement der Bürger für die Fragen, die die politischen Prioritäten der Europäischen Union darstellen, ist ein Kernelement der Bürgerbeteiligung. Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ ist ein wertvolles Instrument, um diese Fragen stärker in das Bewusstsein der Bürger zu rücken und um Bürgerinnen und Bürger dazu anzuhalten, ihren Standpunkt bezüglich des politischen Programms sowie der von den europäischen Einrichtungen und Organen vorgeschlagenen konkreten Maßnahmen auszutauschen und Einfluss darauf zu nehmen, welche Punkte auf die Agenda gesetzt werden („Festlegung der Tagesordnung“) und wie die Agenda weiter ausgestaltet und umgesetzt werden sollte. Dabei sollte ein besonderes Augenmerk auf die Perspektive für Bürgerinnen und Bürger und für die organisierte Zivilgesellschaft im Hinblick auf den Kompetenzbedarf gelenkt werden, um einen Beitrag zu einer wissensbasierten und nachhaltigen Wirtschaft zu leisten und Nutzen aus ihr zu ziehen, sowie auf die Frage, wie gewährleistet werden kann, dass dies in einem unauflöslichen Zusammenhang mit sozialem Zusammenhalt steht.

2012 sollten daher weitere Anstrengungen zur Bewusstseinsbildung, Reflexion und Debatte über die Bedeutung und die Auswirkungen der EU-Politik auf den Alltag der Bürgerinnen und Bürger und zur Beseitigung der noch verbleibenden Hindernisse unternommen werden, mit denen Unionsbürger nach wie vor konfrontiert sind. Die anstehenden Themen sollten sich auch auf die Punkte auf der europäischen Tagesordnung beziehen, einschließlich Themen wie wirtschaftspolitische Steuerung, die Rolle Jugendlicher auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft, Klimawandel, nachhaltige Energie, Flexicurity, Verkehrswesen, Innovation und andere Leitinitiativen und Ziele der Strategie „Europa 2020“. Projekte sollen den Meinungsaustausch mit und die Vorstellung der Ergebnisse für die entsprechenden Entscheidungsträger über laufende europäische politische Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die Situation vor Ort sowie auf lokale Fragen mit einer europäischen Dimension fördern. Dabei sollten auch Projekte im Mittelpunkt stehen, die mit den Zielen des Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen in Verbindung stehen.

Prioritäten des Programms für das Jahr 2011:

  • Einbindung der Zivilgesellschaft in Diskussionen, Reflexionen, Aktionen und Sensibilisierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der EU einschließlich der Auswirkungen der Umsetzung des Vertrags von Lissabon vor allem im Hinblick auf die Rechte der europäischen Bürger; Verbesserung der Sichtbarkeit der Errungenschaften des europäischen Aufbauwerks, beispielsweise durch die feierliche Begehung des Europatages am 9. Mai 2011.

  • Ermächtigung der Bürger eine umfassende Rolle im demokratischen Leben der EU zu spielen und ihr neues Initiativrecht auszuüben; Förderung der Mitwirkung durch freiwilliges Engagement verbunden mit dem Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit; Chancengleichheit im politischen Leben.

  • Sensibilisierung und Mobilisierung der an der Überwindung kultureller Hindernisse beteiligten Parteien, um die soziale Kohäsion und Innovation zu reflektieren und am Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit mitzuwirken.

  • Auswirkungen und Folgen der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der sozialen Dimension der neuen Strategie „EU 2020“ - Einbeziehung der Bürger und der Zivilgesellschaft, einschließlich der ehrenamtlich tätigen Bürger, in die Ausarbeitung lokal angepasster Lösungen & Erfahrungsaustausch darüber im europäischen Kontext.

  • Sensibilisierung, Reflexion und Meinungsaustausch mit Entscheidungsträgern über die Relevanz und Auswirkungen besonders aktueller EU-Politiken auf das tägliche Leben der Bevölkerung insbesondere Governance, Klimawandel, nachhaltige Energien und wirtschaftliche Aspekte der Strategie EU 2020; Aufbau auf die Ergebnisse des Europäischen Jahres 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung.

Prioritäten des Programms für 2010:

  • Die Zukunft der Europäischen Union und ihre Grundwerte. Festivitäten bezüglich des Europatags am 9. Mai im Rahmen des 60. Jahrestags der Schuman-Erklärung wird im Jahr 2010 eine wichtige Rolle spielen.

  • Aktive europäische Bürgerschaft : Bürgerbeteiligung und Demokratie in Europa. Der Schwerpunkt wird auf die Rolle der Organisationen der Zivilgesellschaft und ihre verschiedenen Formen der Bürgerbeteiligung am demokratischen Leben der EU gelegt, ebenso wie auf Chancengleichheit im politischen Leben. Im Jahr 2010 wird es auch wichtig sein, das Bewusstsein, bezüglich des für 2011 geplanten Europäischen Jahr des Ehrenamts, zu schärfen und Interessengruppen dafür zu mobilisieren.

  • Interkultureller Dialog. Diese anhaltende Priorität bleibt ein wichtiges Thema im Jahr 2010, zumal sie eine entscheidende Rolle spielt hinsichtlich um ein Gefühl der Zugehörigkeit, des gegenseitigen Verständnisses und der Solidarität zu schaffen. Solidarität und gegenseitiges Verständnis sind grundlegende Elemente von Gesellschaften mit sozialem Zusammenhalt. Deshalb wird der interkulturelle Dialog besonders gut in den Kontext vom Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung passen.

  • Das Wohlergehen der Menschen in Europa: Beschäftigung, sozialer Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung. Das Engagement der Bürger für die großen gesellschaftlichen Fragen, die die politischen Prioritäten der Europäischen Union darstellen, so wie Klimawandel und Energie, Wirtschaftskrise und Einwanderung, ist ein wesentlicher Aspekt der Bürgerbeteiligung. Sich mit Herausforderungen wie diesen zu beschäftigen, ist entscheidend um soziale und ökologische Gerechtigkeit zu erreichen, weil sie globale und lokale Dimensionen und Solidarität mit den zukünftigen und gegenwärtigen Generationen verbinden. Im Jahr 2010 wird es außerordentlich wichtig sein, sich mit den Auswirkungen und Folgen der aktuellen wirtschaftlichen Situation zu befassen: Bürger und die Zivilgesellschaft in die Entwicklung lokal angepasster Lösungen einzubeziehen und Erfahrungen bezüglich dieser im europäischen Kontext auszutauschen.

  • Wirkung der EU-Politiken auf die Gesellschaft. Das Programm wird auch weiterhin für die europäischen Bürger eine Gelegenheit bieten, über die Resultate welche durch EU-Politiken und Maßnahmen und verschiedenen Politikbereichen erzielt wurden, nachzudenken. Die begünstigten Organisationen des Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger" stellen einen wertvollen Kanal dar, durch den verschiedene Zielgruppen bei der Sensibilisierung und Reflexion über das Ergebnis der EU-Politik in ihrem Interessenbereich involviert sein können. Sie werden dazu aufgefordert, die derzeitigen und zukünftigen EU-Politiken zu beeinflussen und mit zu gestalten.

Prioritäten des Programms für 2009:

  • Die Zukunft der Europäischen Union und ihre Grundwerte : Feierlichkeiten zur Erinnerung an den Fall der Berliner Mauer
  • Europäische Bürgerschaft, Beteiligung  und Demokratie in Europa :  die Wahlen zum Europäischen Parlament; Beteiligung von Frauen am politischen Leben

  • Fortsetzung des Europäischen Jahres des Interkulturellen Dialogs 2008: strukturierende und methodologische Aspekte.
  • Wohlbefinden der Menschen in Europa: Beschäftigung, sozialer Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung: Das Bürgerengagement im Mittelpunkt der großen Gesellschaftsfragen die die politischen Prioritäten der Europäischen Union bilden, wie Klimawandel und Energie,  Sport als Instrument zur Förderung aktiver Bürgerschaft und soziale Einbeziehung im Rahmen des "Weißbuches Sport" und seines Aktionsplan angenommen durch die Kommission.
  • Auswirkung der EU-Politiken auf die Gesellschaften: Herausforderung durch die Einwanderung; Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation in 2009

  • Lokale Behörden dazu ermutigen, thematische Kooperationsnetzwerke,  im Bezug auf ihre Beteiligung an  Entwicklungsaktionen, aufzubauen.